- Lage und Geodaten:
-
Nahe Revierförsterei Verliehausen - "Adams Ruh"
N 51°36.386´
E 009°41.475´
Höhe 258 m ü. NN - Standort
-
-
In der Nähe der Revierförsterei Verliehausen entspringt die Riepenquelle.
In einem trockenen Sommer ist die Quelle ausgetrocknet. Aber anhand einiger Pfützen in der Umgebung zu erkennen.
Für die Insider: In der Nähe von "Adams Ruh" (150 Meter - Richtung Forststrasse).
- Abdeckung
-
-
Die Quelle wird durch einen behauenen Sandstein abgedeckt.
Dieser Sandstein ist graviert
Folgenden Zeilen sind noch gut sichtbar.
PHLJP
MDOCCLXVIAPMEN
HJCKSTEJN
Hinweis: Das "J" muss als "i" gelesen werden.
- Inschrift
-
-
Nachfolgend das Zitat von Ottfried Ruhländer aus dem Buch "Denksteine, Denkmäler und Kreuzsteine im Solling".
Die erste Zeile ist sicherlich als Philip zu lesen.
Die römische Jahreszahl darunter: 1866, das Jahr in dem Preußen das Königreich Hannover anecktierte.
Sollte der zweite Buchstabe der dritten Zeile ein verwittertes "R" sein, so hieße das Wort "ARMEN".
Die letzte Zeile ist eindeutig Hickstein, was so viel wie Schluckstein oder Trinkstein bedeutet (hick = lautmalerisch für den Schluckauf, das Hick des Betrunkenen.
Ein weiterer Deutungsversuch von "Hick wäre im Sinne von "Hickhack = Zank, Streit, Feindschaft.
Der Zusammenhang dieser auf dem Stein eingemeißelten Worte gibt leider immer noch Rätsel auf.
Bevor er an die Quelle gelegt wurde, war der Stein "unter Heidekraut und Gras verborgen", ehe das Gelände oberhalb von Offensen vorm Walde vor einigen Jahren mit Fichten bepflanzt wurde.
Quelle: Amt und Festung 1951;
Ottfried Ruhländer: Denksteine, Denkmäler und Kreuzsteine im Solling.Krititk an O. Ruhländer sei gewährt:
- 1. Das "I" in Philip fehlt. Hier ist tatsächlich "PHLIP" zu sehen.
- 2. In der dritten Zeile ist kein verwittertes "R" zu sehen, da die Buchstaben alle gut zu erkennen sind. Demnach steht dort "APMEN", was so nicht zu deuten ist.
- 3. Die römische Schreibweise der Jahreszahl ist recht ungewöhnlich.