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13.11.2018 - 02:38
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Am Lichtenberg sind sechs Rehe gesehen worden. An Lechtnbarje ssind ssess Rehe ssahn wuhrn
Am Samstag spielen wir auf dem Fussballplatz gegen die Hessen. Da gibt es wieder was auf die Socken. An Ssunnobende spielet wei uppn Foutballplatze chiejen de Hessen. Do chifft et wier wat uppe Ssocken.
Begleitest du mich zum Bus, fragt die Oma ihren Enkel. Geht nicht, antwortet dieser. Sobald du weg bist, schneidet Mutti den Kuchen an. Bechlatest Du meck nohn Bus, fröcht de Umamme ührn Enkel. Chaht nich, ssecht de, ssoubohle Du wech bist, schnitt Mudda den Kouken an.
Das ist kein Winter, dass ist trauriges Novemberwetter. Dat is kahn Winta, dat is trurijet Nowembawedda
Der angehende Schwiegersohn zum angehenden Schwiegervater: Ich rauche nicht, ich trinke nicht und ich rühre keine Spielkarten an. Dies vorausgeschickt, bitte Sie um die Hand ihrer Tochter! Darauf der Vater: Daraus wird wohl nichts. Oder glauben Sie etwa, ich will einen Schwiegersohn haben, der mir immer als gutes Beispiel vorgehalten wird? De anchohende Schwejassuhn toun anchohenden Schwejavoda : Eck schmöke (rooke) nich, eck drinke nich un rühre kahne Spielkohrtn an. Dütt varutcheschicket, be-e eck ümme de Hand ju-er Dochta.! Do ssecht de Voda: Dorut werrd woll nits. Odda chlöwet ssa etwo, eck will ne Schwejassuhn hem'm de meck ümmer as chou-et Baspiel vuhrehohln werrd?
Der Beamte kommt morgens in sein Büro und wundert sich, dass sein Kollege schon am Schreibtisch sitzt: Nanu, ich denke, Deine Schwiegermutter wird heute beerdigt. Stattdessen bist Du hier im Büro? Darauf sagt der andere: Ja sicher: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! De Beamte kümmet morjens in ssein Büro un wundart sseck, dat ssein Koleje all an'n Schreiwdüsche ssitt. Nanu, eck denke, Deine Schwejarmudda werrd huite beerdijet, stattdessen bist Du hei in'n Büro? Do ssecht de andere :Jo ssichar, ierst de Arbaht, denn dat Vachnüjen.
Der größte Feind des Menschen wohl, das ist und bleibt der Alkohol. Doch in der Bibel steht geschrieben: Du sollst auch Deine Feinde lieben. De chrötteste Feind det Minschen Wuhl is sicharlich de Alkohuhl, doch innar Beiwel staht cheschriebn, du ssaßt ock deine Feinde liebn.
Ein Großwildjäger führt einem Freund seine Jagdtrophäen vor. Plötzlich stutzt der Freund: Sag mal, ist das da oben nicht Deine Schwiegermutter? Antwort: Ja, richtig! Erstaunt fragt der Freund: Aber warum hat der präparierte Kopf so einen freundlichen Gesichtsausdruck? Der Großwildjäger lächelt verschmitzt: Sie hat bis zuletzt geglaubt, dass sie fotografiert wird! Ne Chrohtwild jäjer führt ahn'n Freund sseine Jachttrophäen vuhr. Plötzlich stutzet de Freund : Sseje mol, is dat do ubn nich Deine Schwejamudda? Antwuhrt : Jo, richtich ! Erstaunt fröcht de Freund: Owa, wurümme het de präparierte Kopp sou'ne freundlichen Chessichtsutdruck ? De Chrohtwild jäjer lachet varschmitzet: Ssa het bet teletzte chlofft, dat ssa fotechrafiert werrd.
Ein junger Mann sagt im Gespräch mit einem älteren Herren: Das Erste, was ich tun werde, wenn ich heirate, ist, meine Schwiegermutte für mindestens fünf Jahre in den Urlaub zu schicken! Darauf der ältere Herr: Ihre Idee gefällt mir! Haben Sie nicht Lust, eine meiner Töchter zu heiraten? Ne jungen Mann ssecht in'n Chespräch mit'n öldarn Herrn Dat iehrste, wat eck dou-en wehre, wenn eck frei-e, is, meine Schwejamudda fuhr mindestens feif Johre in Urlohb schicken. Dorup de öldere Herr :Ju-e Iddee chefällt meck, hout ssa nich Lust, ahne von mein'n Döchtarn te freie-ene?
Ein Mann kommt in die Apotheke und verlangt ein Pfund Rattengift. Da sagt der Apotheker: Das kann ich nur gegen Rezept abgeben! Der Mann zeigt ein Bild seiner Schwiegermutter. Darauf sagt der Apotheker: Das lasse ich gelten! Ne Mann kümmet inne Apetheke un valanget ahn Pund Rattnchifft. De Apetheka : Dat kann eck nur chijen Rezept affchiebn. De Mann wisst n Bild sseina Schwejamudda. Do ssecht de Apetheka . Dat lohte eck chel'l.
Ein Schwiegersohn muß seine Schwiegermutter beerdigen. Er bittet den Bestatter, er möge die Tote mit dem Gesicht nach unten in den Sarg legen. Dafür zahle er auch 100 Euro extra. Der Bestatter ist zwar erstaunt ob dieses Wunsches, willigt aber ein. Nach der Beerdigung fragt der Bestatter neugierig nach dem Grund. Antwort des Schwiegersohnes: Sie war schon zwei Mal scheintot, aber diesmal gräbt sie in die verkehrte Richtung. Ne Schwejassuhn mot sseine Schwejamudda beerdijen. Ha bittet den Bestatta, ha möje de Do-e mitn Chessichte no unne in den Ssarch lejen, dofuhr tohlde ha ock hundart Euro extro. De Bestatter ist twohr arstaun, wejen düssen Wunsch, wiilijet owa in. Noh dar Beerdijunge fröcht de Bestatta neitfetarn no den Chrund. Antwuhrt de Schwejassuhn : Ssa was all twamol scheindoht, owa düttmol chröfft sse in de vakehrte Richtunge.
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher, kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist und weil mich doch der Kater frisst, so will ich keine Zeit verlieren, will noch ein wenig quinquilieren und lustig pfeifen, wie zuvor. Der Vogel, scheint mir, hat Humor. Et ssit'n Vochel upp'n Leime, ha flattart, owa ha kann nich no heime. Ne schwatt'n Kohta schlicket do hönne, de Krall'l scharp, de Ochen chlühet. An Bohme rupp un jümmart höchar, kümmet ha den Vochel jümmart nähchar. De Vochel denket: Wahl dat ssou is, un wahl meck de Kohta doch frett, ssou will eck kahne Teit valahsen, will noch'n betjen quinquilieren (dat hett: helle, fahne Tühne von sseck chieb'n.) Un lustig peip'n, wie dovuhr. De Vochel, scheint meck, het Humuhr.
Es wird heute schnell dunkel. Et werrd huite rasch duista.
Franz und Dieter unterhalten sich über Berichte in der Tagezeitung und was es da manchmal für schlechte Menschen gibt. Franz sagt zu Dieter: Wenn Du an schlechte Menschen denkst, dann brauchst Du gar nicht so weit gucken. Hier ganz in der Nähe war ich mal in einem Fotoclub. Den kannste vergessen. Die lachen Dir vorne ins Gesicht und hintenherum wünschen sie Dich zum Teufel. Die machen ja schöne Bilder, aber menschlich ist mit denen nicht viel los. Ich bin froh, dass ich nicht mehr dabei bin. Ja, ja, antwortet Dieter, manche Leute meinen, sie wären was ganz Besonderes, aber wenn man hinter die Fassade guckt, sieht es meistens mau aus. Na ja, mach Dir nichts daraus, wir beide verstehen uns gut. Franz un Dieta undarhohlet sseck uwa Berichte inna Docheszahtunge un watt et do manchesmol fuhr schlechte Minschen chifft. Franz ssecht fuhr Dieta: Wenn Du an schlechte Minschen denkest, denn brukest Du chornich ssou weit te kuckene. Hei chanz inna Nechede was eck mol in ahnn Fotoclub. De lachet deck vorne int Chessichte un hinne rümmer wünschet sse Deck toun Duiwele. De moket jou schöne Bildere, owa menschlich is mit den'n nich viele los. Eck bin froh, dat eck nich mehr dobei bin. Jou, jou, antwuhrt Dieta, manche Lui-e mahnet, ssa wührn wat chanz Bessonderet, owa wenn man hinda de Fassohde kucket, ssuit et mehrstens mau ut. Na ja, mook Deck nits doruter, wei bahde vastohet össeck chout.
Griechischer Wein steigt nicht nur in den Kopf, sondern auch ins Bein! Chriechische Wein sticht nich nur in'n Kopp, ssondarn ock int Bahn!
Guten Morgen, wie geht es Dir? Chen Morjen, wie chaht et Deck ?
Herbert bekommt Öl. Herbert kricht Ülich.
Ich gehe zur Oma. Eck chohe nohr Umamme.  
Ich habe Bauchweh. Eck hou Buckwadoche.
Ich muss auf unserer Straße mehrmals am Tag Schnee schieben und Salz streuen. Das bringt der Winter so mit sich. Eck mot up user strohtn mehrmols an Doche Schna schubn un Ssohlt strahn. Dat bringet de Winta ssou mie sseck.
Ich verstehe nur Bahnhof! Eck vastohe nur Bohnhoff !
Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergeh?n, im Norden ist sie nie zu seh'n. In Ostn chat de Sunne up, in Ssüdn is de Middoches Loop, in Westn werrd sse undachohn, in Nordn isse nie te ssahn.
In Offensen wird am 14.02.2015 Karneval in der DGA gefeiert. Dazu seid Ihr alle herzlich eingeladen. Wir warten auf Euch. Wir beginnen 11 Minuten nach acht. Lohbieke Hellau. In Offensen werrd'n 14. Fewawohr 2015 Karneval inna DGA feiert. Dotou ssind jei alle herzlich inchelo-en. Wei teuwet upp Jöck. Wei fenget 11 Minuten no achte an. Lobieke Hellau.
Jemand einen Bären aufbinden. Ahn'n ne Behrn upbin'n.
Kannst Du mir mal Geld leihen? Kannst du meck Cheld borjen?
Liebe Leute, willkommen zum Offensener Plattdeutsch. Wir wollen Euch mal verdeutlichen, wie in Offensen die ureigene plattdeutsche Sprache gesprochen wird. Viel Spaß nun mit dem offensener Plattdeutschen in Text und Sprache wünschen Euch Werner und Dietmar. Lahwe Lui-e, willkum' toun Offeschen Plattduitsch. Wei willt jöck mol vaduitlichen, wie in Offensen de ureijene plattduitsche Sproke spruken wärrt. Viele Spoos nu mit den Offeschen Plattduitsch in Text un Sproke, wünschet jöck Werner un Dietmar.
Schönes Wetter Fahnet Wedda
Was gibt es heute zum Mittagessen? Watt chift et huite toun Middoches-etn?
Was ist der Unterschied zwischen einer Schwiegermutter und einem Nilpferd? Antwort: Die Schwiegermutter hat ein großes Maul, Haare auf den Zähnen, ein dickes Fell und einen fetten Arsch. - Das Nilpferd lebt im Zoo -. Wat is de Undaschaht twischen ne Schwejamudda un ne Nilperd ?" Antwuhrt : De Schwejamudda het'n chroht MUl, Hohre upp'n Tien'n und ne fettn Oos. - Dat NIlperd liewet in'n Zoo -.
Was ist die alte Mamsell Schmöle für eine liebe, treue Seele. Sie spricht zu ihrer Dienerin : "Ach, Rieke, geh'n Sie da nicht hin ! Was woll'n Sie da im Löwen heut' Abend auf und nieder schweben ? Denn wedelt nicht bei jedem Tanz der Teufel fröhlich mit dem Schwanz ? Und überhaupt, was ist es nütz ? Sie quäl'n sich ab, sie kom'n in Schwitz. Sie gehn hinaus, erkälten sich und husten dann ganz fürchterlich. Drum bleiben Sie bei mir nur lieber ! Und, Rieke, geh'n Sie mal hinüber und holen Sie von Kaufmann Fräse ein Viertel guten Schweizer Käse. und sei'n Sie aber, jajaja, gleich zur Minute wieder da !" So ist die gute Mamsell Schmöle, besorgt für Rieken's Heil der Seele. Ja, später noch, in stiller Nacht, ist sie auf diesen Zweck bedacht. Sie schleicht an Rieken's Kammertür und schaut, ob auch die Rieke hier. Und ob sie auch in Frieden ruht und dass ihr ja nicht wer was tut. Was sich nun einmal nicht gehört, was gottlos und beneidenswert. Wat is de ohle Mamsell Schmöle fuhr ahne, lawe, trui-e Sseele. Ssa sprecket tou ührer Dienerin : "Ach, Reike, choht Ssa do nich hönne ! wat willt Ssa do in'n Löwen huite Ohmt rupp un rundar schweben ? Denn wedelt nich bei jihd'n Danze de Duiwel fröhlich mit'n Schwanze ? Un uwahaupt, wat is et nütze, Ssa kwielet sseck aff un kuhmet int Schwet'n. Ssa chot e-rut un vaküllet ssek un houstet denn chanz fürchtalich. Dorümme bleiwet Ssa bei meck nur lawa ! Un, Reike, choht Ssa mol doruhwa un langet Ssa von Koopmann Fräse en vertel chou-en Schweizer Käse. Un ssint Ssa owa, jou-jou-jou ckleik tou-r Minute wiehr do !" Ssou is de chou-e Mamsell Schmöle besorjet fuhr Reiken's Heel inner Sseele. Jou, lötar noch, in stillar Nacht is ssa up düssen Zweck bedacht. Ssa schlicket sseck an Reiken's Kohmardühr und kucket, ob Reike ock noch hei. Un ob ssa ock in Frieden röstet un dat ött jou nich wehr wat daht. Wat sseck nun ahnmol nich chehöhrt, wat chottlos un benei-enswehrt.
Wer Nüsse knackt und sie nicht isst, bei Jungfraun sitzt und sie nicht küsst, beim Weine weilt und schenkt nicht ein, das muss ein wahrer Holzkopf sein! Wer Nühte knacket un se nich ett, wer bei nar Jungfru-e sitt un se nich küsset wer bein'n Weine sitt un schenket nich in, dat mot ne wohrn holtkopp sei-en.
Wir Offenser fahren Freitag nach Wiensen und feiern dort den Wienser Karneval. Breiweinsen Hellau. Wei Offeschen führt Freidach no Weinsen un feiert do den Weinschen Karneval. Breiweinsen Hellau.
Wird einer früh vom Tod betroffen, heißt´s gleich, der hat sich tot gesoffen. Ist´s einer von den guten Alten, dann heißt´s gleich: Den hat der Wein erhalten. Werrd ahnda freu von Do-e betrupn, het et chleik, de het sseck dot-esupn. Is et ahnda von den Ohl'l, het et chleik, den het de Wein arhol'l.