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20.11.2017 - 10:43
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Historischer Kirmesbeitrag von Karl Brümmer
Auf zur Kirmes
Wehrkirche in Offensen

Auf zur Kirmes Das ist die Losung in den Dörfern unserer Heimat während der Monate Juli, August, Oktober und November.
Offensen feiert die Kirmes am 2. Sonntag im Oktober.

Die Kirmes ist das alljährlich wiederkehrende Volksfest unserer südniedersächsichen Orte.
Tagelang, wochenlang vorher wird davon gesprochen, es wird dazu eingeladen, wie zu keinem anderen Feste.
Bei den Kirmesfeiern wird Gelegenheit geboten, mit lieben Verwandten und Freunden von nah und fern einmal wieder zusammenzusitzen, sich über Freud und Leid im Familienkreis oder über die Ernteaussichten auszusprechen, alte Beziehungen zu festigen, neue zu knüpfen und teure Erinnerungen zu pflege.

Doch an die alte Bedeutung der Kirchfeier denkt niemand mehr.
Kirmes heißt – Kirchweih -.
Das Kirchweihfest sollte uns daran erinnern, dass unsere Vorfahren – vielfach unter persönlicher Opferfreudigkeit – sich ein Kirchlein geweiht hatten, damit Gottes Wort darin gepredigt werde.
Dieses Kirchweihfesttages wurde am Kirmestages feierlichst in der Kirche und mit aller Hingabe in der Familie gedacht.

Heutzutage versammelt sich Jung und Alt am Nachmittag und Abend bei der Kirmesmusik zu fröhlichem Spiel und Tanz.

Unsere Kirmes:

Nun kann die Kirmes steigen! Es ist jetzt an der Zeit.
Trompeten spiel’n und Geigen zum Tanz. Wir sind bereit.

Wir woll’n im Tanz uns drehen, wie es stets üblich war.
Nicht in den Ecken stehen, noch bleib’n zu Hause gar.

Dort volle Gläser blinken! Wir an der Theke steh’n.
Wir stoßen an und trinken noch eins, bevor wir geh’n.

Vom Trinken nun zum Essen! Wir eilen schnell nach Haus.
Wo wir die Kräfte messen beim schönen Kirmesschmaus.

Und wiederum zum Tanze mit uns’rer Kirmesmaid!
Das Fest strahlt im Glanze! S’ ist unsre Kirmes heut!

Wir woll’n es redlich meinen mit unsern Gästen hier.
Die Freud’ soll uns vereinen! Der Frohsinn sei’s Panier!

Wenn alles dann zu Ende und Spiel und Tanz vorbei.
Woll’n rühren wir die Hände, bis wieder Kirmes sei!

Gedicht von Karl Brümmer